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Universität

"Lehrer und Schüler stehen dem Sinn nach auf gleichem Niveau. Beide sind der Idee nach frei. Es gibt keine absolut feste Lehre, sondern es herrscht das grenzenlose Fragen ..." (Jaspers: Die Idee der Universität, 1923, S. 20).

Es war kein geringerer als Alexander Mitscherlich, der Peter Kutter am 14.1.1972 schrieb, er könne gewiß auch an der Universität Frankfurt Psychoanalyse lehren. Kutter hatte damals eine gut gehende Praxis in Stuttgart, leitete die Erziehungsberatungsstelle in Ludwigsburg und war Assistenzprofessor an der FREIEN UNIVERSITÄT Berlin (Studienschwerpunkt “Arbeit mit Gruppen”) am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung (von Tobias Brocher angeregt!) und sollte dort habilitieren. Gleichzeitig war er für die Leitung der Studentenberatungsstelle an der Universitüt Tübingen vorgesehen.

An der Frankfurter Universität war aus Mitscherlichs Lehrstuhl für "Psychologie, insbesondere Psychoanalyse und Sozialpsychologie" ein "Institut für Psychoanalyse" mit drei Hochschullehrerstellen hervorgegangen, deren erste ausschließlich der Psychoanalyse gewidmete Stelle Kutter nach regulärem Berufungsverfahren 1974 antrat. Enno Schwanenberg gab dabei wichtige Starthilfen.
 

Lehre

während der ausklingenden Studentenbewegung, bot das Institut für Psychoanalyse eine regelrechte "alternative" Psychologie an, die gegenüber der "klassischen" akademischen Psychologie von den Studierenden begeistert akzeptiert wurde. Später wurde das Institut bei der Mehrheit der Psychologie-Professoren im Fachbereich nach und nach zuerst auf ein Prüfungsfach "Psychoanalyse" und schließlich auf ein Wahlfach reduziert.

Universität Frankfurt

Forschung

Eine erste Phase bezog sich auf die empirische Überprüfung der Wirkung von Selbsterfahrungs- und Supervisions-Gruppen auf die Teilnehmer (im Vergleichsgruppendesign, mit Gießen-Test als Untersuchungsinstrument).

In einer zweiten Phase der Forschung wandte Kutter eine 12-stündige psychoanalytische Kurzzeittherapie auf Patientinnen nach Brustkrebs-Operation an; in Zusammenarbeit mit fünf Frauenkliniken sowie eine sechs Sitzungen umfassende Gruppenpsychotherapie bei Patienten nach Herzinfarkt während des Anschlußheilverfahrens; hier in Zusammenarbeit mit der Kurklinik Bad Nauheim (vgl. Giesler, Thums, Lorenz und Kutter: "Psychoanalytische Kurztherapie brustkrebsoperierter Frauen"; siehe Publikationen).

Prüfungen

Prüfungsfächer waren "Psychoanalytische Sozialpsychologie" bei Soziologen, "Psychoanalyse" bei Studenten im Hauptfach Psychologie und bei Magisterstudenten im Nebenfach "Psychoanalyse".

Verwaltung

Die akademische Selbstverwaltung im Direktorium, in Fachbereichsrat, Senat und Konvent brachte mehr Bürde als Würde. 1986/87 war Kutter ein Jahr Dekan des Fachbereich "Psychologie"; am "Institut für Psychoanalyse" war er mehrfach gewählter "Geschäftsführender Direktor".
 

Dissertationen im Promotionsfach "Psychoanalyse":

Rost, W. D. (1981):
Objektpsychologische Modellvorstellungen zur Theorie, Erforschung und Behandlung psychosomatischer Störungen.
 
Bardé, B. (1985):
Zur Psychodynamik der Hyperprolaktinämie.
 
Behrens, I. (1986):
Veränderungen des psychischen Empfindens durch Erkrankung an Mamma- oder Cervix-Carcinom.
 
Detig, C. (1986):
Zur Psychodynamik der Hautkrankheiten.
 
Bautista-Banos, A. (1987):
Die Trennung von der Heimat. Eine psychoanalytische Studie.
 
Glock, H. A. (1992):
Zur Psychodynamik und Wertstruktur der Alkoholiker. (Weinheim: Deutscher Studien-Verlag)
 
Pierro, R. (1995):
Pubertätsmagersucht und verwandte Eßstörungen.
 
Deister, F. R. (1997):
Psychoanalytische Interviews mit Bypass-Patienten. (Frankfurt a. M.: Brandes & Aspel)
 
Porsch, U. (1997):
Der Körper als Selbst und Objekt. (Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht)
 

 

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16.04.2012